Ginster (Cytisus) zählt zu den beliebtesten Ziersträuchern in heimischen Gärten. Mit seinen leuchtend gelben, weißen oder rosa Blüten bringt er im Frühjahr und Frühsommer Farbe ins Beet und ist zudem pflegeleicht sowie widerstandsfähig. Doch manchmal ist es notwendig, einen Ginster umzupflanzen – sei es, weil er am aktuellen Standort zu groß geworden ist, das Beet umgestaltet wird oder der Strauch aus Platzgründen weichen muss.
Damit der Ginster das Umpflanzen gut übersteht und auch am neuen Platz kräftig weiterwächst, sollten einige wichtige Punkte beachtet werden. In diesem Artikel erfährst du alles rund ums Umpflanzen von Ginster, den optimalen Zeitpunkt, die richtige Technik und wertvolle Pflegetipps für einen gelungenen Start am neuen Standort.
Warum Ginster umpflanzen?
Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Ginsterstrauch versetzt werden sollte. Häufig wachsen die Sträucher im Laufe der Jahre stark in die Breite und nehmen anderen Pflanzen das Licht oder den Platz. Auch eine Neugestaltung des Gartens oder bauliche Veränderungen können ein Umpflanzen erforderlich machen. Nicht zuletzt kann es sein, dass der Ginster an seinem bisherigen Standort nicht optimal gedeiht – etwa wegen zu viel Schatten oder Staunässe.
Der beste Zeitpunkt zum Umpflanzen
Der ideale Zeitpunkt, um Ginster umzupflanzen, ist der Herbst (Oktober bis November), wenn die Pflanze ihr Wachstum eingestellt hat und die Blätter bereits abgefallen sind. Alternativ eignet sich das zeitige Frühjahr (März bis April), bevor der neue Austrieb beginnt. In beiden Fällen ist der Boden noch ausreichend feucht, was das Anwachsen erleichtert. Während der Sommermonate sollte auf das Umpflanzen verzichtet werden, da die heiße und trockene Witterung den Strauch zusätzlich stresst.

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Vorbereitung des neuen Standorts
Ginster bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit durchlässigem, sandigem Boden. Staunässe verträgt er schlecht, da seine Wurzeln empfindlich auf zu viel Feuchtigkeit reagieren. Vor dem Umpflanzen sollte das neue Pflanzloch etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen ausgehoben werden. Lockere die Erde am Grund des Lochs und mische bei Bedarf etwas Sand oder Kies unter, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Ein wenig Kompost kann das Anwachsen unterstützen, sollte aber sparsam verwendet werden, da Ginster nährstoffarme Böden bevorzugt.
Ginster ausgraben – so gehst du vor
Beim Ausgraben des Ginsterstrauchs ist Sorgfalt gefragt, denn die Wurzeln sind empfindlich und können leicht verletzt werden. Je jünger der Strauch, desto besser verkraftet er das Umpflanzen. Bei älteren Exemplaren empfiehlt es sich, den Wurzelbereich großzügig auszustechen und möglichst viele Feinwurzeln mitzunehmen. Gehe wie folgt vor:
- Strauch zurückschneiden: Vor dem Ausgraben kannst du den Ginster leicht zurückschneiden. Das reduziert den Verdunstungsdruck und erleichtert das Anwachsen.
- Wurzelballen abstechen: Mit einem Spaten rund um den Strauch einen Kreis ziehen (mindestens im Abstand von 30–40 cm zum Stamm), um den Wurzelballen zu lösen.
- Strauch vorsichtig herausheben: Den Ginster samt Wurzelballen vorsichtig aus dem Boden heben. Lose Erde entfernen, ohne die Wurzeln zu beschädigen.
Umpflanzen und Angießen
Setze den Ginster sofort nach dem Ausgraben an den vorbereiteten neuen Standort. Der Strauch sollte so tief eingepflanzt werden wie zuvor. Fülle das Pflanzloch mit Erde auf und drücke sie leicht an. Anschließend wird der Ginster gründlich angegossen – das hilft, eventuelle Hohlräume im Boden zu schließen und die Wurzeln mit Feuchtigkeit zu versorgen.
Pflegetipps nach dem Umpflanzen
In den ersten Wochen nach dem Umpflanzen benötigt der Ginster besondere Aufmerksamkeit:
- Regelmäßig wässern: Besonders in Trockenperioden sollte der Strauch regelmäßig gegossen werden, Staunässe aber unbedingt vermeiden.
- Schatten spenden: Bei starker Sonne kann ein Vlies oder eine leichte Schattierung helfen, die Pflanze zu schützen.
- Düngung vermeiden: Ginster ist anspruchslos und benötigt keine zusätzliche Düngung nach dem Umpflanzen.
- Mulchen: Eine dünne Schicht Rindenmulch hält die Feuchtigkeit im Boden.
Mit etwas Geduld und der richtigen Pflege wird sich der Ginster am neuen Standort schnell wieder erholen und schon bald wieder mit seiner Blütenpracht begeistern.
Fazit
Das Umpflanzen von Ginster ist mit etwas Vorbereitung und Sorgfalt gut machbar. Wichtig sind der richtige Zeitpunkt, ein geeigneter Standort und ein schonender Umgang mit den empfindlichen Wurzeln. Wer die genannten Tipps beachtet, kann sich auch nach dem Umsetzen lange an einem gesunden und blühfreudigen Ginsterstrauch erfreuen.