Laminat: Fugen versiegeln in wenigen Schritten

von EigenAdmin12
laminatfugen versiegeln

Laminat ist ein Multitalent. Der Fußbodenbelag ist nicht nur langlebig und stabil, sondern lässt sich auch noch einfach und schnell verlegen – ganz zu schweigen von seinem stilvollen Design und seiner großen Produktvielfalt. Kein Wunder also, dass er neben Fliesen und Parkett zu den beliebtesten Fußböden zählt. Und damit er möglichst lange in Form bleibt, lohnt es sich, die Fugen zu versiegeln. Nur wie wird es gemacht?

Laminat versiegeln: Eine kluge Idee?

Laminat gilt als außergewöhnlich robuster und widerstandsfähiger Bodenbelag. Dennoch kann er Schaden nehmen. Insbesondere auf Feuchtigkeit reagiert er empfindlich. Dringt Wasser in den Boden ein, quillt die Trägerplatte schnell auf. Das stört nicht nur das optische Gesamtbild, sondern erhöht auch noch die Schimmelgefahr. Umso wichtiger ist es, die Laminatfugen gründlich zu versiegeln. Denn je besser sie versiegelt sind, desto besser ist der Bodenbelag geschützt. Feuchtigkeit hat es schwer, in die Bodenplatten vorzudringen und das Material zu beschädigen.

Gut zu wissen: Besonders zu empfehlen ist eine solide Versiegelung an Schnittkanten sowie in Arealen, die gelegentlich mit Feuchtigkeit in Berührung kommen – zum Beispiel der Terrasseneingang oder der Übergang zum Badezimmer.

So gelingt das Versiegeln der Fugen in wenigen Schritten

1. Die Vorbereitung

  • Reinigen Sie die Fugen sorgfältig. Entweder Sie saugen sie ab oder lösen Schmutzpartikel mit einem Pinsel.
  • Kleben Sie die Seitenfugen vorsichtig mit Kreppband ab. So bleibt der Laminatboden geschützt. Der Richtwert: 1 bis 2 Millimeter lassen Sie im Idealfall an der Fuge frei.

2. Das Silikon verteilen

  • Präparieren Sie die Silikonkartusche für ihren handwerklichen Einsatz. Dazu schneiden Sie die Spitze leicht an, am besten leicht schräg. So lässt sich das Produkt später möglichst präzise auf den Laminatfugen verteilen.
  • Spritzen Sie das Silikon gleichmäßig in die Laminatfuge ein. Tragen Sie dabei so viel Produkt auf, dass die Kante vollständig darunter verschwindet. Bestenfalls bäumt sich das Silikon leicht auf. Das hilft Ihnen später beim Abziehen.

3. Glätten und Abziehen

  • Für eine möglichst glatte, ebenmäßige und ordentliche Oberfläche raten Experten zu einem Glättmittel, einer Mixtur aus Wasser und einem Schuss Spülmittel. Betupfen Sie vorsichtig das Silikon auf den Laminatfugen mit dem Gemisch und lassen Sie es anschließend gut trocknen.
  • Als Nächstes ziehen Sie die Fugen glatt. Sprich: Mithilfe eines sogenannten Silikonabziehers fahren Sie die Fuge in einem Zug von Anfang bis Ende gleichmäßig durch. So entfernen Sie überschüssiges Silikon und erhalten ein harmonisches Ergebnis.

4. Die letzten Schritte

  • Ziehen Sie vorsichtig das Klebeband von den Fugen ab – am besten, solange das Silikon noch nicht fest getrocknet ist. So ergeben sich später saubere Kanten.
  • Im nächsten Schritt tragen Sie nochmals überschüssiges Material ab. Dazu greifen Sie am besten zu einem weichen Mikrofasertuch. Tissue-Papier aus mehrmaligem Zellstoff wie zum Beispiel Küchenpapier ist beim Abtragen keine gute Wahl. Viel zu schnell zersetzt sich der feine Stoff und hinterlässt lästige Stofffetzen an den Fugen.
  • Zu guter Letzt geht es an die Finessen. Mit einem feuchten Tuch oder einfach mit dem Finger fahren Sie das Ergebnis nach und tragen gegebenenfalls Unregelmäßigkeiten nachträglich ab.
fugen glätten

fukume/shutterstock.com

Wie oft lohnt sich die Anwendung wirklich?

Es gibt keine Faustregel, wie oft Sie Ihre Laminatfugen versiegeln sollten. Wiederholen Sie den Prozess einfach bei Bedarf. Bemerken Sie zum Beispiel kleine Schäden wie Risse, Kratzer oder Löcher in der Oberfläche, frischen Sie die Schutzschicht vorsichtshalber nochmal auf. Dadurch lassen sich oft kostspielige Folgeschäden vermeiden.

Direkt nach dem Verlegen eines Laminatbodens ist eine Versiegelung der Fugen beinahe unverzichtbar. Da sind sich professionelle Bodenleger einig. Der Grund: Die Schnittkanten sind noch frisch und damit besonders sensibel gegenüber Flüssigkeiten. Schlimmstenfalls verschafft sich die Feuchtigkeit Zutritt in den frisch verlegten Boden, lässt das Material aufgehen und hinterlässt unschöne Flecken.

Auch in viel genutzten Räumen wie in der Küche, im Badezimmer oder in Ein- und Ausgängen sind regelmäßige Auffrischungen ratsam. Speziell in Feuchträumen wie im Heizungsraum oder in der Waschküche erweisen sich konsequente Reparaturen durchaus als sinnvoll. Denn je stabiler die Barriere, desto höher der Schutz vor Feuchtigkeit.

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