Die Fassade hat bei einer Immobilie verschiedene Funktionen, die die Statik, den Schutz und die Optik betreffen. Für Bauherren lohnt sich ein Blick auf die verschiedenen Materialien, die auch dazu beitragen, eine bessere Dämmung zu erzielen. Als sichtbarer Teil des Hauses trägt die Fassade immer dazu bei, repräsentativ und wertsteigernd zu sein. Es gibt verschiedene Konstruktionsarten, die altbewährt sind oder modernen Ansprüchen genügen.
Optik, Schutz und Dämmung: Die verschiedenen Fassadenarten
Fassaden unterscheiden sich zum einen durch die Konstruktion, aber auch im Material und in der Funktion. Massive und leichte Fassaden sind ebenso beliebt wie moderne Fassadenpaneele. Übliche Materialien sind Putz, Klinker, Holz, Aluminium und Glas. Jede Hausfront prägt das Erscheinungsbild eines Gebäudes und hat auch energetische Eigenschaften.
Vor allem bei modernen Häusern wird die Massivfassade gerne gegen eine skelettartige und leichte Fassade ersetzt. Aber auch vorgehängte hinterlüftete Fassaden sind eine gute Alternative, bei denen die Bekleidung von der Dämmung getrennt ist. Die Putzfassade besteht aus Feststoffen und Bindemitteln, darunter Sand, Marmorkies, Kalk, Zement und Gips. Holzfassaden gibt es als Stülpschalung, Bodendeckenschalung und in der Nut-und-Feder-Montage. Die Sichtfassade besteht aus Stein und Klinker. Bei dieser wird die Feuchtigkeit günstig nach außen abtransportiert.
Moderne Fassadenstile für eine attraktive Optik
Die Verkleidungspaneele von Häusern können in verschiedenen Stilen das Straßenbild verschönern. Vom klassischen Landhausstil über rustikale Varianten bis zu skandinavischen Fassaden ist die Auswahl groß, um eine Immobilie optisch in Szene zu setzen. Dabei kann die Verkleidung auch eine echte Stein- und Holzfassade imitieren. Moderne Einfamilienhäuser zeigen sich häufig im Bauhausstil, mit weißer Putzfassade, die durch eine Rhombusoptik aufgelockert wird. Aber auch Klinkerplatten bieten ästhetische Vorzüge bei der modernen Architektur, sind zeitlos und elegant, dazu extrem robust und widerstandsfähig. Alternativ dazu gibt es die Fassadenverkleidung aus glasfaserverstärkten Kunststoffplatten, die den natürlichen Schiefer nachahmen und ebenfalls langlebig sind.
Die Fassadendämmung für Alt- und Neubauten
Neue Häuser müssen bestimmte energetische Werte aufweisen, die im Gebäudeenergiegesetz festgelegt sind. Einige Baustoffe erfüllen diese Vorgaben durch ihre Eigenschaften, andere, die der reinen Optik dienen, benötigen eine zusätzliche Dämmung. Teilweise ist es auch erforderlich, Altbauten aufwendig zu sanieren und nachträglich zu dämmen. Die Sanierung ist bei Holz häufiger üblich als bei Steinfassaden. Die energetische Verbesserung kann mit Dämmstoffen und einem Wärmedämmverbundsystem von außen erfolgen oder von innen, wobei diese Form in der Regel nur bei denkmalgeschützten Gebäuden sinnvoll ist, da der Aufwand und die Kosten relativ hoch sind. Ebenso ist es möglich, zweischalige Mauern im Zwischenraum zu dämmen oder Lochziegel und Porenbetonsteine aufzufüllen.