Wohnen und Arbeiten unter einem Dach: Wie Grünelemente multifunktionale Räume entspannen

von EigenAdmin12

Wohnen und Arbeiten unter einem Dach ist zur Normalität geworden, und wenn der Esstisch zum Schreibtisch, die Leseecke zur Videocall-Kulisse und das Gästezimmer zum Homeoffice wird, braucht es eine Gestaltung, die gleichzeitig strukturiert und freundlich wirkt, damit diese Mischung nicht überfordert. Grünelemente, wie Pflanzen, können dabei helfen, ohne dass der Raum vollgestellt oder unpraktisch wird.

Multifunktionale Räume sinnvoll gliedern

Multifunktionale Räume entstehen häufig aus Platzgründen. Ein Eigenheim soll Wohnzimmer, Arbeitsbereich, Spiele- oder Hobbyzimmer und Rückzugsort zugleich sein. Anstatt alles strikt zu trennen, geht es darum, Zonen zu schaffen, die unterschiedliche Nutzungen erlauben, sich optisch aber nicht widersprechen. Dabei spielen Möbel, Farben und Licht eine große Rolle. Teppiche, Sideboards oder offene Regale etwa können als Raumteiler dienen, ohne den Raum zu schließen. Der Arbeitsbereich braucht meist andere Voraussetzungen als der Teil des Raumes, der eher für Erholung gedacht ist. Eine übersichtliche, eher reduzierte Gestaltung hilft beim konzentrierten Arbeiten, während Wohnzonen weicher und gemütlicher ausfallen dürfen. So entsteht eine klare Struktur, ohne dass zusätzliche Wände nötig sind.​

Grünelemente als verbindendes Element

Gerade in Bereichen, in denen Wohnen und Arbeiten sehr nah beieinanderliegen, wirken Pflanzen wie eine Brücke. Zimmerpflanzen fürs Büro können beispielsweise an den Übergängen zwischen den verschiedenen Bereichen platziert werden, etwa am Rand des Schreibtischbereichs oder neben einem Regal mit Arbeitsmaterialien. So entsteht ein optischer Rahmen, der den Arbeitsbereich einfasst, ohne ihn abzuschotten.

Raumklima und Wohlbefinden verbessern

In intensiv genutzten Räumen ist die Luft oft trocken oder fühlt sich schnell verbraucht an. Zimmerpflanzen können die Luftfeuchtigkeit in Innenräumen leicht erhöhen und einige Schadstoffe aus der Luft filtern und zudem empfinden Menschen Räume mit einem gewissen Maß an Grün auch als wärmer und lebendiger, ohne dass sie unruhig wirken. Die Wirkung geht über das Raumklima hinaus, denn der Blick auf Pflanzen kann Stress reduzieren und die Konzentration fördern, da das Auge dabei kurz aus dem Bildschirmfokus herausgeführt wird. Im Homeoffice, wo berufliche Anforderungen und privater Alltag dicht beieinanderliegen, können solche kleinen visuellen Pausen dabei helfen, den Tag als weniger belastend zu erleben.​

Pflanzen richtig platzieren

Damit Grünelemente multifunktionale Räume wirklich entspannen, sollten sie bewusst ausgewählt und platziert werden. Größere Pflanzen eigenen sich für Raumecken oder Übergänge zwischen Wohn- und Arbeitszone, kleinere Gewächse finden Platz auf Regalen, Fensterbänken oder Sideboards. Wichtig ist, dass Durchgänge frei bleiben und niemand an Töpfen vorbei balancieren muss.​ Pflanzen können außerdem gezielt genutzt werden, um Blicke zu lenken. Ein hohes Gewächs neben dem Schreibtisch lässt Kabel und Technik optisch in den Hintergrund treten, während eine kleine Pflanze auf dem Sideboard eine ruhige Ecke betont. So lassen sich auch in offenen Grundrissen klare, aber weiche Übergänge schaffen.​

Alltag und Pflege im Blick behalten

Multifunktionale Räume sollen nicht zu Pflegeprojekten werden. Deshalb lohnt es sich, den eigenen Alltag realistisch einzuschätzen. Wer viel unterwegs ist oder ohnehin selten an Gießen denkt, fährt mit robusten, pflegeleichten Pflanzen besser als mit sehr anspruchsvollen Arten. Auch die Lichtverhältnisse sind wichtig, denn nicht jede Pflanze fühlt sich in einer schattigen Büroecke wohl, während andere direkte Sonne schlecht vertragen.​ Praktisch ist es, Pflanzen dort zu platzieren, wo sie mit einem Griff gegossen werden können, etwa in der Nähe eines Waschbeckens oder auf leicht erreichbaren Flächen.

Gestalterische Wirkung von Grün im Eigenheim

Mit Pflanzen lässt sich bewusst die Optik eines Raumes gestalten, um bestimmte Wirkungen zu erzielen. In eher neutral gehaltenen Zimmern genügen einzelne grüne Akzente, um dem Raum mehr Lebendigkeit zu verleihen – ohne dass viele Dekogegenstände benötigt werden. In lebhaft eingerichteten Räumen mit bunten Textilien und vielen Accessoires helfen ruhige, großblättrige Pflanzen, das Gesamtbild zu ordnen.

Damit die Räume weiterhin aufgeräumt wirken und sich gut reinigen lassen, ist es wichtig, dass die Anzahl der Pflanzen überschaubar bleibt und anstatt viele kleine Töpfe zu verteilen, kann es sinnvoll sein, wenige gut platzierte Pflanzen zu wählen, die dem Raum eine klare Struktur geben. So entsteht ein harmonisches Zusammenspiel aus Möbeln, Farben, Licht und Grün.

Grün als Teil des Gesamtkonzepts

Für Eigenheimbesitzer, die ihre Räume langfristig nutzen möchten, lohnt es sich, die Einrichtung und Begrünung gemeinsam zu planen. Sind Stauraum, Technik, Sitzplätze und Pflanzen aufeinander abgestimmt, wirkt ein Raum sowohl vormittags im Meeting als auch abends beim Lesen stimmig. Besonders multifunktionale Räume profitieren von diesem durchdachten Ansatz, da sie mehrere Lebensbereiche gleichzeitig abbilden müssen und so entstehen Räume, die nicht nur praktisch funktionieren, sondern sich auch angenehm anfühlen.

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